Immer dunklere Wolken ziehen auf

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Bereits seit Wochen berichte ich davon, dass sich die Wirtschaft deutlich eintrüben könnte und dass dies weitreichende Folgen für Aktien und letztlich für unser Finanzsystem als Gesamtkonstrukt haben könnte. Vieles spricht seit Wochen oder gar Monaten für eine Abkühlung - Ifo, Zinsstruktur usw. (ich habe hierzu einige Beiträge veröffentlicht).

Doch es vergeht mittlerweile kaum ein Tag an dem keine neuen Hinweise für eine größere Korrektur hinzu kommen. Unter anderem das derzeit größte Problem seitens der EU - Italien! Bereits seit Monaten wird immer wieder  negativ in den Medien über Italien berichtet, der Masse scheint dies aber keine Sorgen zu bereiten. Mit Recht? Immerhin stellt Italien den Anspruch, dass es gerne seine Schulden von Seiten der EZB erlassen haben möchte. Würde dies so gehandhabt, dann bedeutet es auf der anderen Seite eine Enteignung aller Sparer in der EU. Ein anderes Mal hingegen wird eine italienische Bank unter die Kontrolle der EZB gestellt, da diese Bank de facto Pleite ist. Nun macht die EZB erneut deutlich, dass das Land Italien vor einem Problem steht - nämlich einer Schuldenorgie. Bereits heute machen die Staatsschulden rund 132 Prozent des BIP aus. Viel zu viel für solch ein Land. Hinzu kommt die relativ hohe Arbeitslosigkeit und das verhältnismäßig geringe Wirtschaftswachstum. Ein Pulverfass neben welchem bereits die Zündschnur zu brennen begonnen hat. https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-05/ezb-italien-staatsverschuldung-eurozone-konjunktur-eu-kommission-haushaltspolitik?print

Auch in Deutschland verschlechtert sich die "Wetterlage" deutlich. Das erste Mal seit langem berichten Medien offiziell davon, dass sich die Wirtschaft und deren Aussichten deutlich eingetrübt haben und alles für eine deutliche Abkühlung spricht. https://www.welt.de/wirtschaft/article194180125/Deutsche-Unternehmen-bereiten-sich-auf-den-Absturz-vor.html
Deutschland hat in den vergangenen Jahren von immer größeren Schuldenbergen des Auslands profitiert. Das Ausland hat sich von Deutschland Geld "geliehen" (ob wir dies jemals wiedersehen bleibt fraglich) und mit diesem Geld bei uns Autos und andere Produkte sowie Dienstleistungen erworben. Doch was ist Wachstum wert, wenn man sich dieses selbst durch "Geldgeschenke" finanziert?

Weit entscheidender dürfte in Deutschland, als die Wirtschaft selbst, ein Bankhaus sein. Die Deutsche Bank eilt von Kurstief zu Kurstief. Der Aktienkurs spiegelt nur die Substanz des Unternehmens wieder - nämlich Null. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein wann dieses Bankhaus Insolvenz anmelden muss. Sollte es wirklich so weit kommen bleiben nur noch zwei Fragen:

1. Wer meldet eher Insolvenz an, die italienische Bankenlandschaft oder die Deutsche Bank?
2. Wer will dann noch in Europa leben wenn die Deutsche Bank kollabiert, denn die Folgen werden weitreichend sein?

Vielen dürfte die Folge einer solchen Pleite nicht klar sein. Doch es wird ein bitteres Erwachen für all die "Unwissenden" geben und sie werden aus der Unwissenheit lernen. Die Angst vor dem Klimawandel wird danach verschwunden sein, da die Welt vor einem ganz anderen und kurzfristig realeren Abgrund stehen wird. Nachfolgend der Aktienkursverlauf der Deutschen Bank.

















Doch nicht nur an diesem Chart erkennt man die prekäre Lage, sondern auch an dem Handeln der Fed (US-Zentralbank). Diese entzieht dem Markt seit Monaten Geld/Liquidität durch ihre Zinserhöhungen. Kommt es nun zur Abkühlung, so trifft dieses Problem auf immer weniger "Geld". Nachstehend die Bilanzsumme der Fed. Ohne "Schmiermittel" werden die Aktienmärkte Probleme bekommen. (Quelle: https://fred.stlouisfed.org/series/WALCL)











Ferner ist ein Blick auf die italienischen Staatsanleihen einen Blick wert: https://www.godmode-trader.de/instrument/10-jahres-zinssatz-italien,9272613
Dieser Zins ist geradezu "explodiert". Zinsen steigen nicht ohne Grund, noch dazu, wenn dieser eigentlich von der EZB diktiert wird und künstlich bei Null steht. Dieses "Fieberthermometer" zeigt deutlich, dass Italien vor einem schwerwiegenden Problem steht, welches sich kaum oder gar nicht lösen lässt. Italien oder die Deutsche Bank könnten daher der Auslöser für die nächste Weltwirtschaftskrise sein, wenn sie auch strenggenommen seit 2008 nie überwunden wurde.

Geht es der Wirtschaft wirklich so gut wie der Aktienmarkt suggeriert?

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Die Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 liegt nun rund 10 Jahre hinter uns. Die Politik in Deutschland und der EU will ihren Wählern erzählen, dass alles ok ist und die Wirtschaft brummt. Die TV-Landschaft dieser Länder verstärkt dieses Bild. Doch die Realität sieht anders aus. In Ländern wie Frankreich kommt es zu Aufständen, da die französische Politik das Letzte (Geld durch Steuern) aus ihren Bürgern pressen will. In Italien werden Banken unter die Knute der EZB gestellt, da sie alleine nicht mehr überlebensfähig sind. Griechenland braucht immer weitere und neue Kredite, ohne jene das Land längst den Bankrott hätte anmelden müssen. Die aufgezählte Liste wäre beliebig erweiterbar. Folgende Grafik bestätigt das Gefühle und nicht das von der Politik gezeichnete Bild.




















Abgebildet ist die Arbeitslosenquote ausgewählter EU-Länder. Gerade in den Krisenländern von 2008 kann man, wenn überhaupt, nur geringe Verbesserungen der Wirtschaftslage erkennen, was an der Arbeitslosenquote ersichtlich wird. Die Quoten dieser Länder sind nach wie vor hoch und je höher diese liegt, desto schwieriger ist es für ein Land auf eigenen Beinen zu stehen, da externe Kredite für Sozialleistungen benötigt werden. Manche würden behaupten, dass wir unmittelbar vor der nächsten Krise stehen und diese erheblich weiter greifen wird als die vorangegangene. Es stellt sich nicht die Frage ob die nächste Krise kommt, sondern wann diese eintritt. Solch hohe Arbeitslosenquoten werden aber verheerend bei einer neuen Krise wirken.

Einkaufsmanagerindex fällt und fällt

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Der Deutsche Einkaufsmanagerindex (EMI) fällt seit 2018 kontinuierlich und niemanden scheint es zu stören. Nach wie vor herrscht große Euphorie am Aktienmarkt und zu Höchstkursen wird hier eingekauft. Ob dies sinnvoll ist wird sich erst noch zeigen. Die Anzeichen für eine Rezession und wirtschaftlichen Einbruch mehren sich jedenfalls immer mehr, wie ich in den vergangenen Wochen hier im Blog belegte. Es gilt sich auf die nächste Rezession und somit Aktien Crash vorzubereiten.