Die Wolken werden immer dichter und dunkler

Immer mehr Anzeichen sind zu finden, dass die Wirtschaft längst "abkühlt" und die Aktienmärkte nehmen dies bereits vorweg. Die kommenden Monate und Jahre dürften unangehmen und hart werden. Entlassungen drohen. Deutschland lebt aktuell noch auf einer Insel der Glückseeligkeit, doch die Vorboten aus anderen Ländern werden auch zu uns ihren Weg finden. In Frankreich gibt es Aufstände, Griechenland und Zypern konnten sich nie wirklich von der Finanzkrise erholen, Portugal und Spanien sind nach wie vor chronisch pleite und in Italien musste eine Bank unter die Zwangsknute der EZB. Wirft man einen Blick über den Rand Europas hinaus, so wird es nicht besser. Argentinien und gerade Venezuela entwerten ihre Währung schneller wie man Waren hierfür kaufen kann. Die Türkei hat ein ähnliches Problem. In China macht der Aktienmarkt ein Tief nach dem anderen und die Wirtschaft schrumpft immer mehr. Der Produktionsvorteil einstiger Jahre ist hier längst verschwunden. Deutschland wird all diese Auswirkungen auch zu spüren bekommen, der Aktienindex DAX zeigt dies längst. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Nachstehender Chart zeigt, dass eine Rezession drohen dürfte:
















Rechnet man langfristige US-Staatsanleihen Minus kurzfristiger Anleihen, so erhält man eine Zinskurve. Wenn diese invers wird, also unter Null fällt und somit kurzfristige Anleihen höhere Zinsen abwerfen als längerfristige, so kommt es im Anschluss häufig zu einer Rezession bzw. Aktienmarktkorrektur. Vom invers werden bis zur Rezession können manchmal noch einige Monate ins Land ziehen, was auch dieses Mal möglich erscheint. Dennoch sollte dieser Umstand alle Anleger zum Nachdenken bringen. Investoren wollen immerhin für längerfristige Investments (=mehr Risiko) höhere Renditen.

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