Ab sofort veröffentlichen wir für wichtige Märkte die CoT-Daten in Listenform. Ausgewählte Märkte erhalten nach CoT-Analyse einen Richtungshinweis. Dieser kann für Trades genutzt werden.
Wichtig: CoT-Indikatoren dienen leider nicht als Timingtool, sondern helfen uns lediglich spannende Märkte zu finden, welche wir beobachten sollten.
Die Liste sieht wie folgt aus:
Wie nutzen wir diese Liste nun? Wir warten bis ein neues Signal entsteht und suchen in den Folgewochen nach Einstiegen in diese Richtung.
Wer mehr über diese Daten erfahren möchte kann sich den Bereich "CoT-Handelsidee" durchlesen.
Die Agrarmärkte senden derzeit ein spannendes Signal: Mein selbst entwickelter Agrarindex ist jüngst dynamisch nach oben ausgebrochen und zeigt damit eine klare relative Stärke gegenüber vielen anderen Rohstoffsegmenten.
Besonders interessant ist dabei, dass sich einige Agrarrohstoffe bereits hervorragend entwickelt haben. Vor allem Kakao und Zucker konnten in den vergangenen Wochen starke Bewegungen zeigen. Auch Weizen und Mais laufen bereits seit längerer Zeit und habe ich des öfteren auf Discord als spannende Werte genannt.
Zuletzt haben wir aber Zucker und Kakao aktiv gehandelt und dabei sehr gute Gewinne erzielen können. Solche Bewegungen zeigen einmal mehr, wie spannend und chancenreich der Agrarsektor aktuell ist. Dabei ist dies kein Zufall, sondern war logische Konsequenz. Mehrfach wurde im vergangenen Jahr, im Aktienreport, von dieser großen Chance geschrieben.
Kakao bleibt langfristig besonders spannend
Vor allem Kakao bleibt weiterhin einer der interessantesten Märkte im gesamten Rohstoffbereich. Die langfristigen CoT-Daten (Commitments of Traders) fallen hier weiterhin extrem bullisch aus.
Die Commercials positionieren sich historisch betrachtet weiterhin auffällig stark, was ein wichtiger Hinweis auf weiteres Potenzial sein könnte. Genau solche Konstellationen sind es, die eine gute Analyse besonders machen.
Wer sich intensiver mit dem Thema CoT-Daten beschäftigen möchte: Ich biete hierzu auch einen eigenen Onlinekurs an, in dem ich detailliert erkläre, wie man die Positionierungen der Marktteilnehmer richtig interpretiert und daraus Handelsideen ableiten kann.
El Niño könnte die Ernten zusätzlich belasten
Neben den technischen und sentimentbasierten Faktoren sprechen aktuell auch fundamentale Aspekte für weiter steigende Agrarpreise. Ein wichtiger Punkt ist dabei das Wetterphänomen El Niño.
El Niño kann weltweit massive Auswirkungen auf Niederschläge und Temperaturen haben und dadurch Ernten erheblich beeinträchtigen. Besonders bei Kakao könnte dies erneut zu Angebotsengpässen führen. Bereits in den vergangenen Jahren haben wetterbedingte Probleme in wichtigen Anbauregionen wie Westafrika immer wieder zu starken Preissprüngen geführt.
Sollte sich die Wettersituation weiter verschärfen, könnte der Markt erneut sehr sensibel reagieren.
Weizen: Geopolitik und steigende Düngerkosten
Auch bei Weizen gibt es derzeit interessante fundamentale Entwicklungen. Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus sorgt immer wieder für Unsicherheit an den Rohstoffmärkten.
Vor allem die gestiegenen Transport- und Energiekosten wirken sich auf die Preise für Dünger aus. Höhere Düngerkosten erhöhen wiederum die Produktionskosten der Landwirte – ein Faktor, der mittel- bis langfristig auch die Weizenpreise weiter antreiben könnte.
Gerade in einem ohnehin sensiblen Marktumfeld können solche geopolitischen Risiken schnell zu neuen Aufwärtsbewegungen führen.
Kaffee: Der Nachzügler mit Potenzial?
Besonders spannend ist aktuell jedoch Kaffee. Während viele andere Agrarrohstoffe bereits stark gelaufen sind, hinkt Kaffee bislang noch etwas hinterher.
Fundamental bleibt der Markt allerdings äußerst interessant:
Wetterrisiken in Brasilien bleiben ein zentrales Thema. Frostperioden oder Trockenheit können die Ernten massiv beeinflussen.
Gleichzeitig steigt die weltweite Nachfrage nach hochwertigem Kaffee kontinuierlich an, insbesondere in Asien.
Viele Produzenten kämpfen zudem mit steigenden Produktionskosten, was das Angebot zusätzlich belasten könnte.
Auch die Lagerbestände an den Terminbörsen sind zuletzt teilweise rückläufig gewesen.
Charttechnisch wirkt Kaffee aktuell wie ein Markt, der noch Kraft sammelt. Sollte hier neues Momentum entstehen, könnte sich daraus eine sehr interessante Chance ergeben.
Fazit
Die Agrarmärkte bleiben eines der spannendsten Segmente im Rohstoffbereich. Mein Agrarindex signalisiert aktuell einen möglichen neuen Aufwärtstrend, während viele Einzelmärkte bereits Stärke zeigen.
Vor allem Kakao, Zucker, Weizen, Mais und möglicherweise bald auch Kaffee könnten in den kommenden Monaten weiterhin interessante Chancen bieten – sowohl aus technischer als auch aus fundamentaler Sicht.
Wer die Bewegungen an den Rohstoffmärkten frühzeitig verstehen möchte, sollte neben Charts vor allem auch die Positionierung der großen Marktteilnehmer im Blick behalten. Genau dafür sind die CoT-Daten ein äußerst wertvolles Werkzeug.
Die Fußball-Weltmeisterschaft gehört für Adidas traditionell zu den wichtigsten Events überhaupt. Als einer der größten Sportartikelhersteller der Welt profitiert das Unternehmen massiv von:
Trikotverkäufen
Sponsoring
globaler Markenpräsenz
erhöhtem Medieninteresse
Doch besonders spannend ist das historische Verhalten der Aktie nach dem Beginn einer WM.
Die Auswertung vergangener Weltmeisterschaften zeigt ein überraschend konsistentes Muster: Rund 137 Tage und 93 Tage vor, sowie 22 Tage nach Beginn der Fußball-WM bildete die Adidas-Aktie in der Vergangenheit häufig markante Tiefpunkte aus.
Diese zeitlichen Cluster könnten darauf hindeuten, dass die Euphorie rund um das Turnier regelmäßig Gewinnphantasien beflügelt. Gleichzeitig entstehen dadurch potenziell attraktive Einstiegsgelegenheiten für mittel- bis langfristige Anleger.
Warum könnte dieses Muster entstehen?
Ein möglicher Erklärungsansatz liegt im typischen „Buy the Rumor, Sell the News“-Effekt.
Bereits Monate vor einer Weltmeisterschaft steigen häufig die Erwartungen an:
höhere Umsätze
steigende Margen
starke Marketingeffekte
Viele Marktteilnehmer positionieren sich deshalb frühzeitig. Sobald das Event läuft oder beendet ist, werden Gewinne realisiert. Dadurch entstehen wiederkehrende Druckphasen im Kurs.
Zusätzlich reagieren Konsumwerte wie Adidas besonders sensibel auf:
globale Konjunkturängste
Konsumdaten
Wechselkursentwicklungen
Lieferkettenprobleme
Diese Faktoren können die saisonalen Bewegungen zusätzlich verstärken.
Die zweite Seasonal: Stärke von Mitte März bis Anfang Mai
Neben dem WM-Muster zeigt Adidas auch im normalen Börsenjahr eine interessante saisonale Tendenz.
Historisch betrachtet entwickelt sich die Aktie häufig positiv im Zeitraum von Mitte März bis Anfang Mai. Dieses Zeitfenster zählt zu den auffälligsten wiederkehrenden Stärkephasen der vergangenen Jahre.
Für saisonale Trader kann dieser Abschnitt besonders interessant sein, da hier oftmals:
Momentum entsteht
institutionelle Käufe einsetzen
positive Konsumhoffnungen eingepreist werden
Gerade nach schwächeren Wintermonaten kommt es nicht selten zu einer dynamischen Frühjahrsbewegung.
Was macht diese Frühjahrsphase so interessant?
Mehrere Faktoren könnten hinter diesem saisonalen Muster stehen:
1. Neue Kollektionen und Frühjahrsgeschäft
Im Frühjahr beginnt traditionell eine wichtige Verkaufsphase für Sport- und Freizeitbekleidung. Neue Kollektionen sorgen häufig für steigende Aufmerksamkeit und positive Erwartungen.
2. Optimismus vor dem Sommergeschäft
Investoren blicken in dieser Zeit verstärkt auf das zweite und dritte Quartal – historisch oft starke Perioden für Konsum- und Lifestyle-Unternehmen.
3. Allgemein starke Börsenphase
Auch der Gesamtmarkt zeigt zwischen März und Mai historisch häufig freundliche Tendenzen, was zyklische Konsumwerte zusätzlich unterstützen kann.
So können Trader die Adidas-Seasonals nutzen
Seasonals eignen sich vor allem dazu, Wahrscheinlichkeiten besser einzuordnen und interessante Zeitfenster zu identifizieren. Besonders sinnvoll kann dabei die Kombination aus:
saisonalen Mustern
Charttechnik
Volumenanalyse
Makrotrends
sein.
Wer beispielsweise rund um die WM auf mögliche Tiefpunkte achtet und diese mit technischer Unterstützung kombiniert, könnte attraktive Chancen entdecken.
Auch die Frühjahrs-Seasonal zwischen März und Mai kann ein hilfreicher Filter sein, um Long-Setups gezielter auszuwählen.
Fazit
Die Aktie von Adidas zeigt bemerkenswerte saisonale Besonderheiten, die sowohl für Trader als auch für langfristig orientierte Anleger interessant sein können.
Besonders spannend sind dabei:
mögliche Tiefpunkte 93 und 137 Tage vor und 22 Tage nach Beginn einer Fußball-WM
die historische Stärkephase von Mitte März bis Anfang Mai
Natürlich gilt auch hier: Vergangene Kursentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Dennoch können Seasonals helfen, Marktbewegungen strukturierter zu analysieren und potenzielle Chancen frühzeitig zu erkennen.
Wer saisonale Muster mit weiteren Analyseformen kombiniert, erhält oft einen wertvollen zusätzlichen Blickwinkel auf den Markt.
Nach einer beeindruckenden Rally in den vergangenen Monaten und einer anschließenden deutlichen Korrektur konnten sich die Kurse zuletzt wieder erholen. Aktuell befinden sich die Edelmetalle jedoch in einer entscheidenden Phase und bieten weiteres Abwärtspotenzial. Der aktuelle Kursverlauf wirkt korrektiver Natur und lässt bislang keine nachhaltige Stärke erkennen.
Überhitzung nach starker Rally
Der Anstieg bei Gold war insbesondere im Jahr 2025 außergewöhnlich dynamisch. Getrieben wurde diese Bewegung vor allem durch geopolitische Unsicherheiten, massive Zentralbankkäufe und eine zunehmende Skepsis gegenüber Fiat-Währungen.
Doch Märkte bewegen sich selten linear. Auf starke Aufwärtsbewegungen folgen häufig Phasen der Konsolidierung oder auch ausgeprägte Korrekturen – und diese können unterschiedlich lange andauern. Vieles deutet darauf hin, dass die aktuelle Korrekturphase noch nicht abgeschlossen ist. Der Markt hat zuvor schlicht zu stark nach oben übertrieben.
Die nachfolgende Grafik zu Silber zeigt beispielhaft, dass der vorangegangene Anstieg noch nicht ausreichend abgebaut wurde, um eine stabile und gesunde Bodenbildung zu ermöglichen.
Doch nicht nur die historische Betrachtung spricht für weiteres Abwärtspotenzial. Auch ein wiederkehrendes Zyklusmuster warnt vor einer erneuten Korrekturbewegung. Im linken Teil des Charts ist der aktuelle Goldverlauf zu sehen, während rechts eine mögliche zukünftige Entwicklung skizziert ist (grün).
Fundamentale Lage bleibt stark
Wichtig bleibt: Die übergeordneten Treiber für Gold sind weiterhin intakt:
Inflation bleibt ein zentrales Thema
Zentralbanken kaufen weiterhin Gold
geopolitische Spannungen bestehen fort
Langfristig ist der Bullenmarkt daher keineswegs beendet. Viele Analysten erwarten weiterhin steigende Preise oder zumindest stabile Niveaus. Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass sich Rohstoffe insgesamt in einem langfristigen Aufwärtszyklus befinden. Insbesondere Agrarrohstoffe könnten in den kommenden Monaten eine überdurchschnittlich starke Performance zeigen.
Goldminen: Stark, aber nicht immun gegen Rücksetzer
Die Minenaktien gehörten im Jahr 2025 zu den großen Gewinnern. Doch auch hier hat inzwischen eine Korrektur eingesetzt, die vermutlich noch nicht abgeschlossen ist. Der nachfolgende Chart zeigt, dass der jüngste Anstieg nicht von ausreichender Stärke begleitet wird und eine weitere Abwärtsbewegung folgen könnte.
Fundamental stehen Minenunternehmen dennoch so gut da wie seit Jahren nicht:
hohe Margen (durch hohe Gold- und Silberpreise bei vergleichsweise niedrigen Kosten)
starker Cashflow
deutlich disziplinierteres Management als in früheren Zyklen
Das klingt nach einem idealen Umfeld – und genau darin liegt die Herausforderung:
Wenn bereits alle positiven Faktoren im Kurs eingepreist sind, steigt die Anfälligkeit für Enttäuschungen.
Historisch reagieren Minenaktien zudem überproportional:
Sie steigen stärker in Aufwärtsphasen
Sie fallen jedoch auch deutlicher in Korrekturphasen
Warum eine Korrektur sinnvoll wäre
Eine Korrektur ist nicht zwangsläufig negativ – im Gegenteil:
Sie kann dazu beitragen,
überkaufte Marktphasen abzubauen
neue, attraktivere Einstiegsmöglichkeiten zu schaffen
den langfristigen Aufwärtstrend zu stabilisieren
Das aktuelle Umfeld spricht daher eher für eine anhaltende Seitwärtsphase oder eine weiterführende Korrektur, bevor sich der nächste größere Aufwärtsimpuls entwickeln kann.
Blick über den Tellerrand: DAX ebenfalls gefährdet?
Nicht nur Edelmetalle könnten vor einer Verschnaufpause stehen. Auch der deutsche Leitindex DAX zeigt nach seiner starken Entwicklung der vergangenen Wochen erste Ermüdungserscheinungen.
Die nachstehende Grafik verdeutlicht, dass trotz steigender Kurse eine gewisse Schwäche im Markt vorhanden ist – kurzfristig kein besonders positives Signal.
Fazit
Edelmetalle bleiben langfristig ein attraktiver Markt mit starken fundamentalen Treibern. Kurzfristig jedoch mehren sich die Hinweise auf eine weitere Korrekturbewegung – sowohl bei den Edelmetallen selbst als auch bei den Minenaktien.
Für Anleger bedeutet das:
Geduld könnte sich auszahlen. Die besten Chancen entstehen häufig dann, wenn die Euphorie aus dem Markt weicht.
Auch im DAX könnte kurzfristig eine Verschnaufpause anstehen. Darüber hinaus könnten die Jahre 2026 und 2027 von stärkeren Korrekturen im Gesamtmarkt geprägt sein. Einen ausführlichen und kostenlosen Jahresausblick dazu gab es bereits im Discord.
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