Die Welt vor dem Abgrund - Bankensektor vor dem Kollaps?

Der europäische Bankensektor liegt auf dem Boden danieder und es stellt sich die Frage, ob er sich noch einmal berappeln kann und wieder auf die Beine kommt. Derzeit sieht es nicht so aus und die Konsequenzen werden weitreichende Folgen für uns alle haben - für unser Erspartes, für unsere Jobs und unser privates Leben. Eine Bankenkrise ist nicht lustig und Länder in denen diese bereits stattgefunden hat zeigen wie mühsam es ist sich von solch einem Schock zu erholen. Manchmal gelingt dies nie wieder oder erst nach Jahrzehnten des dahinsiechens.

Heute können sich nur die wenigsten den totalen Kollaps vortellen, aber am Bankensystem hängt unser aller Leben in dieser heutigen Gesellschaft. Dieser Sektor steuert alles was sich über die Generationen entwickelt hat und aufgebaut wurde. Der Zins beeinflusst nämlich jeden Kauf, jede Investition und somit Wachstum und Wohlstand. Warum jedoch sollte dieser Sektor vor dem Aus stehen? Ganz einfach, die EZB senkt die Zinsen immer weiter (selbst ins Negative) und somit schrumpfen die Margen der Banken immer mehr. Längst geht es für die Kreditinstitute ums nackte Überleben. Die Folgen sind Filialschließungen, neue Gebühren, Entlassungen und am Ende die Insolvenz. Schönstes Beispiel stellt hierbei die Deutsche Bank dar. Einst eines der größten Geldhäuser der Welt, heute nur noch ein Schatten der Vergangenheit. Die Bilanz enthält so viele Altlasten, dass die Frage erlaubt sein muss, warum noch niemand Insolvenz beantragt hat. Der Aktienkurs spiegelt genau dies wieder:












Der Kursverlauf erinnert frappierend an den der Bank Lehman Brothers. Den Ausgang sollten die meisten Leser wohl noch kennen. Doch das Problem ist, dass nicht nur die Deutsche Bank von solch einem Szenario betroffen scheint, sondern der komplette europäische Bankensektor. In Italien wurden bereits einige Banken unter die Knute der EZB gestellt, was lediglich den Anfang vom Ende wiederspiegelt. So lange der Zins in Euroland so niedrig oder gar negativ gehalten wird, haben die Kreditinstitute keine Chance sich zu refinanzieren und stehen über kurz oder lang vor der Pleite, wenn sie es nicht schaffen im großen Stil zu konsolidieren. Das Problem ist, dass die EZB durch die riesen Schuldenberge und Mitgliedsstaaten die nach wie vor Arbeitslosenquoten von größer 14 Prozent haben, die Zinsen nicht erhöhen kann. Game Over, wie man so schön sagt. Am Ende kann man dem Verfall und somit Zusammenbruch nur noch zusehen. Im Privaten kann man aber Vorkehrungen treffen. Unter anderem gehört hierzu Gold. Nicht ohne Grund will der Gesetzgeber ab 2020 den Goldkauf extrem erschweren und einschränken. Es wird auch nicht lange auf sich warten lassen bis das erste Gesetz kommt, welches Bargeldabhebungen beschränkt oder gar Konten enteignet. Ein paar letzte Fragen müssen erlaubt sein: Warum sollte man sein Erspartes auf einem Konto liegen lassen, welches keinen Zins abwirft, aber die Inflation jährlich mindestens zwei Prozent hiervon verschlingt? Ist ein Bankenrun in Deutschland wirklich so unvorstellbar? Warum wollen die Politiker mit aller Macht negative Zinsen auf Sparkonten verhindern?

Wer im Übrigen einen Blick auf den "Deutschen Bankenindex" werfen möchte, der finden diesen hier: https://www.finanzen100.de/index/daxsector-banken_H1769938883_2031598/

Der Bankenindex für die Eurozone ist hier zu finden: https://www.ariva.de/stoxx_eu600_banks-index/chart?t=all&boerse_id=30

Ein selbstverursachtes Trauerspiel! Ob gewollt oder nicht gewollt, das muss jeder für sich selbst beantworten.

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